Der Begriff Lumboischialgie umschreibt Schmerzen, welche aus dem unteren Rücken (Lendenwirbelsäule) in die Beine ausstrahlen. Der Wort Lumboischialgie setzt sich aus den Begriffen Lumbalgie (Rückenschmerz) und Ischialgie (Schmerzen des Nervus Ischiadicus - Ischias) zusammen. Die häufigste Ursache, welche eine Lumboischialgie verursacht, ist der Bandscheibenvorfall.
Wie bereits dort beschrieben, bedarf dieser dringend radiologischer Abklärung!
Der Nervus Ischiadicus ist der größte Körpernerv und versorgt beide Beine motorisch und sensibel. Deshalb sind die Schmerzausstrahlungen auch typischerweise in die Beine. Häufig ist nur ein Bein betroffen, dennoch kommt es auch immer wieder zu Projektionen in beide Beine. Die Schmerzentwicklung- und Weiterleitung erfolgt über das Gesäß, den Oberschenkel, den Unterschenkel bis in den Fuß. Man unterscheidet zwischen echter Lumboischialgie und pseudoradikulären Schmerzen.
Pseudoradikuläre Rückenschmerzen
Die Pseudoradikulären Rückenschmerzen strahlen ebenso wie die Lumboischialgie ins Bein. Allerdings kann man sie keiner Nervenwurzel zuordnen und es fehlt häufig die Projektion bis in den Fuß. Verursacht wird ein pseudoradikuläres Syndrom durch ein sog. Facettensyndrom, eine Blockierung der Lendenwirbelsäule und/oder muskulärer Verspannungen. Die Behandlung der Lumboischialgie ist zunächst Symptombezogen. Durch Stufenlagerung wir die Nervenreizung entlastet. Nach abklingen der akuten Beschwerden können verschiedene Therapieansätze zum Einsatz kommen.
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